Trainingslager in Gunzenhausen vom 05.-09.06.2017

 

1. Tag

Reine Routine könnte man meinen nach 15. Trainingslagern – ist aber nicht wirklich so. Wurde auch wirklich nichts vergessen? Klappt alles mit der Jugendherberge und dem Sportplatz? Auf jeden Fall gab es zu Beginn des 16. Trainingslagers nicht wirklich Probleme. Also um 9:30 Uhr Gepäck in den IGE-Bus und um 10:00 Uhr on the road. Kurz nach 11:00 Uhr wurden wir dann auf der Sportanlage des TV Gunzenhausen schon erwartet. Als erstes die Geräte in den Geräteraum und dann als Warm-Up ein kleines Spielchen mit dem Rugby-Ei. Der Verlierer musste 5 Liegestützen auf´s Parkett zaubern. Danach noch Partner-Dehn-Gymnastik und anschließend Hürdentechnik. Die 3 „großen“ Jungs versuchten den Diskus sowie die Kugel so weit wie möglich von sich zu bringen. Nach der Mittagspause dann noch ein paar Hürdenläufe und danach 2x 4x 150 m Sprints, die letzten davon bei leichtem Regen. Krönender Abschluss des 1. Trainingstages war dann in einem kleinen Raum noch ein bisschen Stabi – fanden wie immer nicht alle lustig. Gegen 15:00 Uhr ging es dann in die Jugendherberge Zimmer beziehen und nachdem die ersten schon die Innenstadt unsicher gemacht haben gab es um 18:00 Uhr zum Abendessen Geschnetzeltes „Stroganoff-Art“ Butterspätzle und Serviettenknödel. Das Geschnetzelte war o. K., die Spätzle scheinbar auch aber leider schon um 18:15 komplett vernichtet und über die Serviettenknödel schweigen wir lieber.

 

2. Tag

Frühstück um 8:00 Uhr – war klar, gefiel nicht jedem. Aber egal der Wetterbericht sagte ab dem frühen Nachmittag nichts Gutes voraus. Deshalb wollten wir die Zeit nutzen um irgendwie 2 Trainingseinheiten unterzubringen. Doch kurz vor Trainingsbeginn ein kleines Malheur, denn der Schlüssel für den Geräteraum war unauffindbar. Nach intensiver Suche dann die Erleichterung. Er steckte in des Trainers Portemonnaies und meldete sich nicht. Die Zeit der Suche wurde mit dem Aufwärmprogramm überbrückt. Danach Speerwurftechnik – die „kleinen“ Jungs mit Nico und der Rest mit Bernd. Anschließend ein paar Tempoläufe über 50, 100, 200, 300, 100, 50m. Der Himmel verdunkelte sich zusehends nach der Mittagspause, ließ sich mit dem Schleusenöffnen jedoch genau so viel Zeit, dass wir noch eine Einheit hinter uns bringen konnten. Die Jungs übten sich in der Hochsprungtechnik und der Rest mehr oder weniger erfolgreich im Kugelstoßen. Kaum waren die ersten auf den Inlinern und Rollern unterwegs zu Jugendherberge, fing es auch schon an zu regnen. Leider war es für die Nachmittags-Vorstellung im Kino schon zu spät und so verbrachten einige den Selben in der Altstadt von Gunzenhausen. Zum Abendessen gab´s Köttbolar im Tomatendipp gefüllte Paprika Wedges und Muffins. Gut versorgt mit allerlei Snacks und Getränken verbrachten wir den Abend mit Spielen im Gemeinschaftsraum „Muhr“.

 

3. Tag

Frühstück um 8:00 Uhr wie gewohnt – alle bis auf Tim waren anwesend. Der hatte sich schon am Abend verabschiedet – musste eine Fahrstunde absolvieren. War dafür aber wieder pünktlich um 9:00 Uhr am Sportplatz. Alle anderen auch und mit uns, wie auf Knopfdruck der Regen – war allerdings so nicht bestellt. So mussten wir improvisieren und in einem etwas zu engen Raum unsere Gymnastik abhalten. Nachdem sich der Regen verzogen hatte, konnten wir endlich loslegen. Die großen Jungs mit unserer Knie-Autschi-Cari machten Speer, der Rest Hürden. Einige allerdings nicht allzu lange, denn leider stellte sich heraus, dass ein paar Sportler mit leichten muskulären Problemen zu kämpfen hatten. Also gingen alle mit Blessuren zur Speertechnik. Die „kleinen“ Junges zogen indes das Hürdentraining gnadenlos durch. Während der Mittagspause wieder ein Regenschauer. Diese Zeit nutzten Paul und Bernd eine Pendelhürde mit dem geliehenen Werkzeug des Nachbarn zu reparieren. Nach dem Mittag durften die Youngsters zu ihrem heißgeliebten Speerwurftraining, der Rest übte noch ein paar Staffelwechsel. Kurz vor dem dritten Regenschauer waren wir fertig und nur auf dem Heimweg wurden wir angepieselt. Was tun mit dem angebrochenen Nachmittag? Lea, Damaris, Julia, Charlotta und Bernd nutzen das vermeintlich schöne Wetter um sich mit den Inlinern auf die 16 Km um den Altmühlsee zu machen und entkamen nur knapp dem nächsten Duscherer. Der Rest zog einen Ausritt ins Hallenbad vor, aus dem wegen Renovierungsarbeiten leider nichts wurde. Also hieß es wieder mal sich die Zeit in der Stadt rumzudrucksen. Leider macht uns bis heute das Wetter immer wieder einen Strich durch die Rechnung, so dass sowohl das Trainings als auch die Freizeit nicht immer so planmäßig abläuft. Für morgen steht evtl. Kino oder Minigolf oder wenn es das Wetter zulässt Freibad auf der Tagesordnung – natürlich erst nach einem anständigen Training. Zu Essen gab es Mini-Schnitzel und Schupfnudeln mit Sauce, danach noch mal Spieleabend.

 

4. Tag

Na endlich !!!!!!!!! Das Wetter, was wir uns eigentlich die ganze Woche verdient hatten – Sonne pur – Juhuuuu. Weitsprung stand auf dem Programm für alle. Erst Einspringen und Technik, danach mit langem Anlauf. Erst die Großen währenddessen die Jungs Speerwerfen machten, danach umgekehrt. Irgendwie hatten alle ziemlich schnell die Nase voll vom Weitspringen, wollten aber mit dem Speerwerfen gar nicht mehr aufhören. Und sogar unser Stefan brachte den Speer auf eine annehmbare Weite ohne dass dieser mit dem Schwanz stecken blieb. In der Mittagspause gab es neben dem Lunchpaket ein Eis, welches unser Hups besorgt hat. Einige brauchten dann auch ihre Ruhe, während andere unbedingt Barfuß Fußball spielten mussten. Am Ende wurde das Spiel aufgrund zu vieler Blasen an den Füßen abgebrochen. Der Nachmittag stand im Zeichen von na ja ihr wisst schon – Speerwerfen für die Jungs. Aber auch Ballwerfen war dabei. Die Mädels sprangen hoch und Stefan versuchte sich im Diskuswerfen mit Charlotta und Damaris. Ein paar Sportabzeichen-Leistungen wurden nebenbei auch erbracht. Zwischendrin die Rückkehr von Tim, der endlich den Lappen hat und jetzt Autofahren darf. Während sich die ersten gegen 14:30 Uhr zurück in die Jugendherberge begaben, versuchten sich Sina, Tizian, Jan-Luis, Mattis und Paul im Stab(hoch)sprung. Mattis hatte bald ein Einsehen und brach ab, während die anderen tapfer durchhielten. Am Ende war es für Sina und Jan-Luis gar nicht so schlecht für den Anfang. Titus absolvierte währenddessen freiwillig noch eine Laufeinheit, da ihm das Stabhochspringen zu risikoreich erschien. Aber er musste feststellen, das Laufen mit einem Zugschlitten, dessen Band sich löst auch ganz schön schmerzhaft sein kann. Er schlug kapital auf der Bahn ein und hat wohl eine Prellung am Knie. Die meisten wollten bei dem tollen Wetter anschließend noch an den Altmühlsee zum Baden. Ne Viertelstunde mit dem Roller bzw. mit den Inlinern und wir waren am Sandstrand. Fehlten eigentlich nur noch die Palmen. Frisch war´s schon das Wasser, aber auch so richtig erfrischend. Zurück in der Jugendherberge war gleich Abendessen angesagt. Chicken-Wings und Reis mit Tomatensauce und danach noch ein Eis. Keiner nahm das Angebot an, ins Kino zu gehen und so war der Abend zur freien Verfügung, wurde aber logischerweise von einigen wieder zum Spielen genutzt.

 

5. Tag

Gleich noch mal schönes Wetter, welch eine Freude. Nachdem die Koffer gepackt und die Zimmer geräumt waren machten wir uns ein letztes Mal auf zum Sportplatz. Ein Blick in die Gesichter der Meisten verriet nichts Gutes. Alle waren irgendwie geplattet und wirkten ziemlich geschlaucht. Trotzdem durfte jeder noch Mal das machen, was ihm Spaß bereitet oder was er ausprobieren wollte. Das Einlaufen über 800 m wurde gleich für das Sportabzeichen genutzt und fast alle schafften ihre Goldleistung. Danach abwechselnd in 2 Gruppen Dehnen und Leiter-Koordinationstraining. Jetzt waren wirklich alle warm und jeder durfte wählen zwischen Hochsprung, Stabhochsprung, Speerwerfen und Diskuswerfen. Zwischendurch versuchten sich noch einige erfolgreich am Sprint für das Sportabzeichen. Zum Mittagessen hat Hups 4 Familien-Pizzen geordert – Heiß, saftig und echt lecker. Den restlichen Nachmittag bis ca. 15:00 Uhr machten die meisten nur noch etwas Technik-Training ohne Anstrengung und siehe da, auch die Amelie unsere „Wurfgöttin“ schafft den Speer inzwischen bis zur 20 m Marke zu katapultieren. Was bisher nie denkbar war – der nächste Speerwurfwettkampf wartet auf sie. Die Heimfahrt lief problemlos, allerdings direkt über Pleinfeld und Hiltpoltstein auf die A9, da auf der A6 Stau gemeldet war. Um kurz nach 17:00 waren alle wieder wohlbehalten zu Hause. Einige von den Jugendlichen haben noch Bayerische Meisterschaften vor sich und auf die Jüngeren warten noch die Mittelfränkischen Blockwettkämpfe in Eckental. Wir hoffen natürlich, dass das Trainingslager hier noch zur Geltung kommt und alle ihre gesteckten Ziele erreichen können.

 

Bericht für die Hersbrucker Zeitung:

 

 

 

 

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